Eine Sache, die ich am Islam faszinierend finde, ist die Einfachheit, Muslim zu werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist ja jede Muslimin, die glaubt, dass es keine anderen Gottheiten außer Gott gibt und dass Mohammed sein Prophet ist. Es ist zwar wohl üblich, aber formal keineswegs notwendig, dies öffentlich zu bekunden. Faszinierend finde ich das,... Continue Reading →
Die Einheit des Christentums…
...wird nicht durch Einigkeit entstehen. Das habe ich mir heute gedacht. Mit einer Freundin sprach ich darüber, warum Kirchenleute oft so zögerlich sind bei der Kritik an anderen Konfessionen. Und ich glaube, das liegt (abgesehen von strategischer Diplomatie und Konfliktscheuheit, was eh inakzeptable Gründe sind) vor allem an einem falschen Verständnis von "christlicher Einheit". Die Logik ist... Continue Reading →
Die Schlangenbrut ist jetzt INTA geworden
Gerade habe ich die erste Ausgabe von "INTA" gelesen, der neuen interreligiösen Frauenzeitschrift, die die Nachfolge der Schlangenbrut angetreten hat. Nachdem schon die - seit dreißig Jahren bestehende - Schlangenbrut immer eine überkonfessionelle Perspektive eingenommen hatte und auch regelmäßig Artikel aus nicht-christlichen Kontexten enthielt, ist jetzt auch der Schritt hin zu einer inter-religiösen Perspektive getan. Find ich... Continue Reading →
Wie das große Latinum
Neulich war ich dabei, wie ein Freund, der Kirche und Religion nicht nahesteht, aber weiß, dass ich es tue, eine Radiosendung zur aktuellen EKD-Mitgliederstudie gehört hat. Darin wurde ein Kirchenmann interviewt, der betonte, die Studie habe ergeben, dass religiöses Wissen nur innerhalb von Familien weitergegeben wird, dass sich der Glauben nicht verankert, wenn man ihn nicht von klein auf... Continue Reading →
Seit tausend Jahren am Kreuz…
... ist die Überschrift zu einer Oster-Kolumne, die ich für den FAZ-Blog "Zehn vor acht" geschrieben habe. Es geht darum, warum das Modell "Erst Leid, dann Erlösung" falsch ist 🙂
Die Kirche und ihre Trolle
Elf evangelikale Männer und eine Frau haben einen Aufruf veröffentlicht, in dem sie (wieder mal) behaupten, ihre Sicht auf Gott und Christentum sei die einzig wahre und alle, die etwas anderes glauben, hingen irgendwelchen Ideologien an. Angeblich geht es darum, die wahre Lehre des Christentums zu bewahren. In Wirklichkeit geht es aber natürlich darum, die Machtposition der Fundamentalisten innerhalb... Continue Reading →
Die Unverfügbarkeit des Lebens
Ich monitore gerade Texte zum Thema Sterbehilfe, und dabei fällt mir auf, dass von christlicher Seite als Argument gegen eine Freigabe von Sterbehilfe immer wieder die Unverfügbarkeit des Lebens ins Feld geführt wird (zum Beispiel hier). Ich bin auch der Ansicht, dass es gute Gründe dafür gibt, einen allzu lockeren und nur auf das Prinzip... Continue Reading →
Mission not impossible
Im Zuge der aktuellen Diskussion über die neue Mitgliederstudie der Evangelischen Kirche in Deutschland erstaunt mich, wie selbstverständlich der christliche Glaube gleichgesetzt wird mit der Verbundenheit zur Institution Kirche oder dem Gebrauch speziell christlicher Terminologie. Das Ergebnis zeigt – wenig überraschend, wie ich finde – dass die Haltung zur christlichen Religion gewissermaßen „extremer“ geworden ist.... Continue Reading →
Beyond Monotheism: Die Autobiografie von Rosemary Radford Ruether
„Religion is a human construction. To say this is simply to say that all human culture is a human construction.“ Mit diesem Satz beginnt Rosemary Radford Ruether ihre Autobiografie, und er ist so simpel wie wahr. Auch wenn es immer noch Religionsverwalter gibt, die glauben, die absolute Wahrheit zu wissen, oder Witzbolde, die glauben, alle... Continue Reading →
Religion und Depression
Die Wissenschaft hat festgestellt, dass religiöse Menschen depressiver sind als Atheist_innen. Und dass religiöse Menschen weniger depressiv sind als Atheist_innen. No comment.
