Gott* mit Genderstern?

Hier droppe ich mal ein Video zu einer Veranstaltung in der Evangelischen Akademie Frankfurt mit zwei interessanten, sich ergänzenden Vorträgen zum Gottesbegriff und der Frage, was es mit dem Gendern dieses Begriffes/Namens auf sich hat.

Der erste Vortrag ist von David Lauer, Philosophiedozent an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, der übrigens auch sehr interessant ist für alle Leute, die sich fragen, warum überhaupt von „Gott“ die Rede sein soll und was damit gemeint ist. Also Empfehlung gerade auch für die Agnostiker*innen und Atheist*innen hier im Publikum.

Der zweite Vortrag ist von Melanie Köhlmoos, Alttestamentlerin an der Goethe-Universität Frankfurt, und der ist eher was für Leute, die sich für Theologie, Hebräische Bibel und den Alten Orient interessieren. Aber auch sehr sehenswert.

Beide kommen auf unterschiedlichen Wegen zu dem Ergebnis, das es uns nicht möglich ist, Gott* sprachlich nicht zu gendern und dass es deshalb wichtig ist, es bewusst zu tun.

Besonders spannend fand ich die Frage nach dem Spannungsfeld zwischen dem Gottesnahmen JHWH und dem Gattungsbegriff „Gott“. Etwas schade fand ich, dass beide die Frage nach Gottes Pronomen ausgelassen haben und „ihn“ wie selbstverständlich in ihren Vorträgen demnach männlich gendern.

Aber schaut selbst, die Vorträge sind verständlich auch für Leute, die von dem Thema noch nicht viel Ahnung haben, aber bieten auch noch Neues für alle, die sich schon auskennen.

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